Grosses Kino

Grosses Kino

Schwirig das Wasser zu reichen, der Marktküche. Was Mademoiselle scho anno 2014 und 2015 (guckst Du Posts vo denn) verzellte, gilt so noch meh oder weniger. Het sech aber schampar öppis tah, im schampar Guete. Inzwischen darfste usläse, öb vier bis acht Gänge magst und öb diese mit oder ohne Weinbegleitung, wechselt jeweils alles monatlich. Säubverständlech darfste anbringen was de nödso gärn hast bis ab is Spital. Erst dann kriegste Dein Menu. Der Service is im übrigen wie er nich besser sein könnte – merci tuusig für die authentische und umwerfend charmante Begleitung durch den Abend!

Des Frollein wählte acht Gänge – wenn schon, denn schon, nöd wahr. Dürs Band lässt sich brichten, dass alles prächtig abgestimmt is, geschmacklich aufn Punkt, vielseitige Texturen, mit Überraschungen, bewährten Kombinationen aus der Kindheit und handwerklich subisaubere, sehr solide Sach in Präsentation und Machart. Die Leut am Tisch näbedranne – nich vegane Wesen – konnten nöd aufhören zu bestätigen, dass wück nix fehlt da. Scho bitz amüsant. Das Frollein wünscht sich nach wie vor bitz mehr Proteine, aber passt auch so nach gewähltem Konzept und meinereiner is nich minder angetan wäge dessi. Die Weine sind durchwegs beschtens ausgewählt.

Nun denn, los geht’s – wie schon damals, das mit den Biudli is ausbaufähig. Tschuldigung.

Amuse-Bouche, ersteres:
Foccachia, Tartar, Kräutermargarine, Tomatenschlürz mit nich aufm Bild Cognac-Spray zum säuber dosiere. Biudli obe.

Amuse-Bouche, zwöi:
Kiwi, Gurke, sone Kreuzung aus glaubs Sellerie und Lattich, Pinie, Spinet.

Erster Gang:
Artischocke, Hokkaido-Püree, Tomatenspiegel, Mayo vom schwarzen Knoblauch (fescht verliebt), Non-Emulsion vom Kürbiskern.

Zweiter Gang:
Heusuppe, Glace (sehrgeil mit der Suppe), Stadtzürcher Trüffel, Aprikose.

No öppis Liebs:
Eistee.

Dritter Gang:
Rüebli (statt Rande, bäh fürs Frollein), Cassis-Sösseli, Frischkäsekugel mit Pumpernickel, Meerrettich drübergeraffelt.

Vierter Gang:
Mangoldwickel mit Wurzelgemüse, Rauch, Gemüse-Essenz, Crumble.

Fünfter Gang:
Birne, gegart, Sorbet, Püree, Sphäre mit flüssig drin (schigg, schigg), Crumble.

Zur Reinigung:
Sechuan-Blüte, prickelnd, schüüch betäubend – immer wieder unterhaltsam.

Sechster Gang:
Tortellini Älpler Art mit Kartoffelheu, Zwiebel und Öpfumues (viu Liebi für aues).

Siebter Gang:, Knödel (kriegste mich immer damit), Steinpilz, Broccoli, Zwetschge und Sauce Choron (Béarnaise mit Tomate, literweise bitte).

Predessert:
Sorbet, früsch, mit Crumble (gloubs Pfluume, Mademoiselle wird alt).

Achter Gang:
Haselnussschnitte (grossartig), Sorbet, Amaretto, Zitrusstaub, Gel und Kaviar mit Brombeeri.

Friandises:
öppis Schoggigs, Sablé, Gelee.

Reserviere nich vergessen und wück un.be.dingt häre gah.

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